Dorstener Geschichte - Station 44: Städtepartnerschafen

„Kaum ein Datum wäre passender gewesen als der 3. Oktober zur Enthüllung der
neuen Geschichtsstation“, unterstrich auch Bürgermeister Tobias Stockhoff in
seiner Rede. Die neue Geschichtsstation fand passenderweise ihren Standort am
Platz der Deutschen Einheit. Hier können alle wichtigen Meilensteine zum Thema
Städtepartnerschaften nachgelesen werden.

„Es war faszinierend, die Geschichten der Städtepartnerschaften nachzuverfolgen.
Dahinter stecken teils unglaubliche Geschichten“, so Josef Ulfkotte, Vorsitzender
des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten.

Virtuelles Treffen der acht Partnerstädte von Dorsten
Tobias Stockhoff begrüßte zu Beginn alle Partnerstädte in ihrer Landessprache.
Englisch, Französisch und Spanisch waren für ihn einfach. Bei Hainichen stand
Hochdeutsch statt Sächsisch auf dem Plan. Polnisch und Hebräisch kamen etwas
schwerer über seine Lippen.




1963

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Die von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen
Staatspräsidenten Charles de Gaulle in die Wege geleitete Politik der Aussöhnung
und Verständigung führt zu zahlreichen Städtepartnerschaften, die bis heute den
Europagedanken „leben“. Die Verbindungen zu den Partnerstädten der Stadt
Dorsten unterhalten Freundeskreise, Kirchengemeinden, Schulen und Vereine.

Unterzeichnung der ersten Partnerschaftsurkunde

1973

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Nachdem der Stadtrat den Beschluss gefasst hat, sich um eine englische Partnerstadt zu bemühen, vermittelt der „Rat der Gemeinden und Regionen Europas“ (RGRE) die Städtepartnerschaft mit Crawley.

1981

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In den 1960er Jahren nehmen Dorstener Jugendliche in den Sommerferien an workcamps des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber­fürsorge in Dormans teil, die bis heute alljährlich unter dem Motto „Arbeit für den Frieden – Versöhnung über den Gräbern“ durchgeführt werden. Die damals geknüpften Kontakte führen in diesem Jahr zur offiziellen Städtepartnerschaft mit Dormans in Frankreich.

1985

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Die Initiative des Arbeitskreises „Dritte Welt“ und des Schauspielers Dietmar Schönherr führen zum Abschluss der Städtepartnerschaft mit Waslala / Nicaragua. Zahlreiche Projekte in Kooperation mit Dritten bieten Hilfe zur Selbsthilfe (u.a. Aufforstung, Wasserversorgung, Sozialeinrichtungen, Infrastruktur). Die ebenfalls in diesem Jahr geschlossene Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Ernée geht auf mehrere Jugendaustausche in den 1960er Jahren zurück.

Der Europarat würdigt das Europa-Engagement der Stadt Dorsten und seiner Bürger/innen mit der Verleihung der Europaflagge.

1988

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Durch ein Informationstreffen zwischen dem Dorstener Jugendring und der nordirischen Stadt Newtownabbey im Jahre 1950 entsteht eine Freundschaft, die vor allem von den Kirchengemeinden getragen wird. Nach dem Ende der sog. „Troubles“ (Nordirland-Konflikt) erlebt die Partnerschaft einen neuen Aufschwung. Nach einer kommunalen Neugliederung in Nordirland wird die Partnerschaft 2015 um die Nachbargemeinde Antrim erweitert.

1990

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Auf Initiative der Stadt und einiger Bürger wird im Jahr der deutschen Wiedervereinigung die Partnerschaft mit der sächsischen Stadt Hainichen begründet. In der Anfangsphase unterstützt die Stadt Dorsten die ostdeutsche Partnerstadt dabei, sich nach dem Ende der DDR in den neuen politischen, wirtschaftlichen und administrativen Verhältnissen zurechtzufinden.

1994

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Die langjährigen Verbindungen zwischen der Stadt Dorsten und den nach dem 2. Weltkrieg aus ihrer oberschlesischen Heimat Vertriebenen führen nur wenige Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ zu einer Städtepartnerschaft zwischen Dorsten und Rybnik in Polen, die auch durch die jährlich wechselnden Rybnik-Tage gestaltet wird.

In diesem Jahr geht die Stadt Dorsten auch eine Städtepartnerschaft mit der israelischen Stadt Hod Hasharon ein. Private Kontakte sind bis heute das Fundament dieser Städtepartnerschaft.

Der Europarat in Straßburg verleiht der Stadt Dorsten die Ehrenplakette.

Städtepartner­schafts­brunnen in Dorsten-Holsterhausen, erbaut 1995

2003

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Seit diesem Jahr besteht das Städtepartner­schaftswerk Dorsten-Rybnik-Antrim and Newtownabbey.

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Daten und Fakten

Eröffnung - 3. Oktober 2020

Adresse - Ostwall 1

Geodaten - 51°39'37.28 6°58'04.45



Tobias Stockhoff bei seiner Rede

Grüße der Bürgermeister

Die Bürgermeister der Partnerstädte überbrachten ihre Grüße mit einem kurzen Video.

Dormans

Waslala

Ernée

Newtownabbey

Hainichen

Rybnik

Bürgermeister: Chai Adiv
Hod Hasharon

Die Veranstaltung wurde mittels Videokonferenz auch in die Ratssäle der Partnerstädte gestreamt.