Dorstener Geschichte - Station 18: Hardt

Zur Einweihung der Geschichtsstation Dorsten Hardt empfing der Bürgermeister Herr Lambert Lütkenhorst nicht nur den Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Dorsten Herrn Lampen, sondern auch die Nachbarin und allseits bekannte Zeitzeugin Mimmi Brinkmann.

Die letzten 100 Jahre des Referat von Hans Lampen, dass die 2500 Jahre Zeitgeschichte Dorsten Hardt nachzeichnete, wurden von Mimmi Brinkmann mehrfach mit Anekdoten unterbrochen, die die vielen Gäste der Einweihung zum Schmunzeln brachten.



Araberer obern Algerien und Marokko.

Gahlener Kirche

um 700

Am unteren Schölsbach besteht ein größerer Adelshof, der die Grundherrschaft im Raum Dorsten und Gahlen ausübt.

um 900

Die adelige Athalgard schenkt der Abtei Werden mehrere Höfe in der Gemarkung Gahlen (Hardt und Östrich).

vor 1075

Die Edelfrau Imeza überträgt dem Kanonikerstift Xanten den Adelshof Dorsten und die zugehörigen Unterhöfe.

Die Osmanen beginnen mit der Unter­werfung Klein­asiens.

um 1300

Der Schölsbach bildet seit dem 14. Jh. die Grenze zwischen dem kurkölnischen Dorsten und dem klevischen Gahlen, zu dem die Hardt gehört.

1552

Gahlen tritt zur Reformation über.

1614

Im Vertrag von Xanten erhält Brandenburg/Preußen das Herzogtum Kleve und damit die Hardt.

Die nord­amerika­nischen Kolonien lehnen sich gegen die Zollpolitik Englands auf.

„Kohlhaus”

1767

Am Südufer der Lippe entsteht das „Kohlhaus”, ein wichtiger Verladeplatz für den Kohlehandel zwischen Ruhr und Niederrhein.

1815

Die Bürgermeisterei Gahlen mit den Bauerschaften Hardt, Besten und Östrich gehört zum Kreis Dinslaken. Die heutige Clemens-August-Straße ist die Grenze zwischen Gahlen (Rheinland) und Dorsten (Westfalen).

Gaststätte „Zum Reich­sadler”

1904

Bernhard Kleinespel erbaut die Gaststätte „Zum Reichsadler”, die er 1908 um einen Saal erweitert, der zum „Festsaal” für die Hardt und die Stadt Dorsten wird. Fünfzehn Jahre später gliedert sein Sohn Bernhard eine moderne Bäckerei an.

Der deutsche Außen­minister Gutav Stresemann stirbt.

1929

Die Hardt wird in die Stadt Dorsten eingemeindet.

John F. Kennedy wird er­schossen.

1963

Die Evangelische Kirchengemeinde Gahlen verfügt mit der Friedenskirche über ein Gotteshaus auf der Hardt.

Ölmühle

1964

Die St. Nikolauskirche wird der Mittelpunkt einer neuen Pfarrgemeinde im Dekanat Dorsten.

1975

Die Gebiete Hardtberg und Östrich werden der Stadt Dorsten zugeschlagen. Der Stadtteil Hardt/Östrich entwickelt sich zu einem bevorzugten Wohngebiet.

In Polen wird das Kriegsrecht ausgesetzt.

1983

Mit dem Bau von Autobahn (A31) und Zubringer (Königsberger Allee) verliert die Hardt ihr Rodelparadies „Hoffrogges Wiese".

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Daten und Fakten

Eröffnung - 1. April 2004

Adresse - Haus Kleinespel, Gahlener Str.

Geodaten - N051°39'30" / E006°56'33"



Feierliche Übergabe

Bei der Eröffnung waren neben Altbürgermeister Lampen und unserem Bürgermeister auch das Hardter Urgestein 'Mimmi Brinkmann' dabei.

Natürlich war der kulturelle Mittelpunkt der Hardt der Saal Kleinespel, in dem nach dem Krieg die ersten Gottesdienste der evangelischen Gemeinde Hardt als Notkirche stattfanden und in dem nicht nur politisch Redeschlachten geführt wurden, sondern sich auch auf dem Parkett des Tanzkurses für Generationen wahre Dramen abspielten, die im Gedicht des Bürgermeisters und den Äußerungen von Mimmi Brinkmann anschaulich gemacht wurden.

Somit wird für viele der Name Kleinespel nicht nur mit feinen Backwaren in Verbindung gebracht, sondern auch mit dem Tanzkurs im Saal Kleinespel, wo nachweislich viele Ehen gestiftet wurden.