[Radtour Sd1]

Dorstener Geschichte - Station: 33 Feldmark

Kaum noch bekannt: In Dorsten fuhr ab 1921 eine Straßenbahn. Die Innenstadt von Recklinghausen war Ziel der Tram, die hiesige Endhaltestelle lag an der Vestischen Allee, etwa im Bereich des großen Betonquaders auf dem heutigen Platz der Deutschen Einheit.

Die mitlerweile 33. Geschichtsstation widmet sich ab sofort der Feldmark und steht direkt vor der Gaststätte Maas-Timpert an der Bochumer Straße.

Als „schönes Zeichen der Verbundenheit” zwischen Kirche, Institutionen und Vereinen bewertete der Bürgermeister diese und alle anderen Stationen in der Stadt. Zumal diese auf der neuen Tafel eine wichtige Rolle spielen. Die geht historisch gar nicht so weit zurück wie andere Stationen im Stadtgebiet: Das Jahr 1892 und die Dorstener Glashütte markieren den Anfang.

Die Geschichts-AG unter Leitung von Dr. Josef Ulfkotte recherchierte wieder und sprach zum Beispiel mit Franz Maas-Timpert oder Ludwig Klapheck, der viel Wissenswertes und etliche Details zu den Sportanlagen im Stadtteil erzählen konnte.

Ulfkotte schilderte das Problem: „Was müssten wir alles erwähnen? Aber es passte längst nicht alles auf die Tafel.” So haben deren Macher und Gestalter prägnante Daten und Fakten zusammen getragen, die vielleicht auch manchem Feldmärker so nicht mehr bewusst seien, vermutete Lütkenhorst in seiner kurzen Begrüßung. „Manches ist vielleicht nicht mehr allen so geläufig.”

„Es war wichtig, die Feldmark historisch zu ordnen.”

Quelle: WAZ _ Dorsten, 25.01.2010, Andreas Rentel



1892

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Die „Glas- und Spiegelmanufaktur AG”, seit 1914 „Dorstener Glashütte A.G.”, nimmt ihren Betrieb auf.

Richtfest beim Bau der neuen Gasanstalt

1900

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Die 1865 an der Katharinenstraße errichtete Gasanstalt wird durch den Neubau im Lindenfeld ersetzt.

1909

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An der Bochumer Straße wird das Königliche Lehrerseminar eröffnet.

Nach mehreren Aufständen dankt in China die Mandschu-Dynastie ab.

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1911

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Die evangelische Volksschule (später Hindenburgschule, dann Martin-Luther-Schule) nimmt den Unterricht auf. Die heutige Johannesschule an der Marler Straße besteht seit 1958.

Eröffnung der Straßenbahnlinie Dorsten / Recklinghausen

1921

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Mit der Eröffnung des Teilstückes nach Marl besteht eine direkte Straßenbahnverbindung von Dorsten nach Recklinghausen.

Die Gebrüder Renzing und H. W. Brune nutzen die alte Barloer Mühle, die nach 1838 zu einer Papierfabrik erweitert wurde, als Drahtwerk.

1928

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Der ein Jahr zuvor gegründete „Allgemeine Bürgerschützenverein Feldmark I und II" feiert sein erstes Schützenfest. 1972 eröffnet der Verein seine Schießsportanlage.

Mit der bedingungslosen Kapitulation Japans (2.9.) endet der 2. Weltkrieg.

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1945

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Der Saal Maas-Timpert, in dem während des 2. Weltkrieges französische Kriegsgefangene untergebracht waren, dient in den nächsten Jahren als Notkirche. 1960 weiht Weihbischof Baaken die neue Kirche St. Johannes ein. Im Sommer 2009 fusionieren die südlichen Pfarrgemeinden zur neuen Großgemeinde St. Agatha.

Blick auf den Segelflugplatz

1959

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Nach dreijähriger Vorarbeit durch Mitglieder des Luftsportvereins Dorsten kann der Segelflugplatz seiner Bestimmung übergeben werden.

In der BRD wird das aktive Wahlalter von 21 auf 18 Jahre herabgesetzt.

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ab 1970

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Im Gebiet „In der Miere” und im „Stadtsfeld” weist die Stadt Neubaugebiete aus, die in den nächsten Jahrzehnten einen deutlichen Anstieg der Einwohnerzahl zur Folge haben.

1998

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Der Stadtrat beschließt die Gründung des Interkommunalen Industrieparks Dorsten/Marl, der mit öffentlichen Mitteln des Landes erschlossen und seit 2004 vermarktet wird.

Vestische Allee

2009

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An der Feldhausener Straße erschließt die Stadt ein neues Baugebiet.

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Daten und Fakten

Eröffnung - 24. Januar 2010

Adresse - Bochumer Str. 162

Geodaten - 51.648861, 6.982838



Feierliche Übergabe am 24. Januar 2010

Die Geschichts-AG unter Leitung von Dr. Josef Ulfkotte recherchierte wieder bewährt. Im Dorstener Stadtarchiv und im Heimatkalender schauten die Schüler nach, sprachen mit Bürgern, die sich an die jüngere Geschichte noch gut erinnern können.

Die Schülerinnen der Geschichts-AG

Am Samstag wurde die Glasplatte an prominenter Stelle von Bürgermeister Lambert Lütkenhorst offiziell vorgestellt und enthüllt.

Der Bürgermeister mit den Schülerinnen

Das Tambourcorps Dorsten-Hardt spielte das Eröffnungsständchen . Der kleine Cedric erwies sich als guter Nachwuchs-Tamboursmajor.

Tambourcorps mit Cedric als Tamboursmajor

„Es wurde hitzig diskutiert, welcher Standort es sein soll”, beschrieben Ann-Cathrine Zimzik und Tanja Dahmen die Vorbereitungen der Station.

Ann-Cathrine Zimzik und Tanja Dahmen

So erfährt der Leser der neuen Geschichtsstation, dass 1911 die evangelische Volkschule ihren Unterricht aufnahm. 1945, nach dem Krieg, diente der Saal Maas-Timpert für eine Übergangszeit als Notkirche, nahm zuvor auch französische Kriegsgefangene auf. Ab 1959 herrschte durch den Luftsportverein auf dem Segelflugplatz regelmäßig Betrieb.

Die Leser der ersten Stunde