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Besichtigung Industriepark Marl

Technik und Organisation, die beeindrucken (von Peter Günther - Quelle Wikipedia, Bild Indestriepa - 03.06.2019)

Der Lions-Freund Peter Saringer hat einer Besichtigung in den Chemiepark Marl eingeladen. Vom Informationszentrum ging es nach den Formalitäten für den Werkschutz mit dem Bus in den Chemiepark. Ein Mitarbeiter des Informationszentrums beschrieb bei der Werksrundfahrt
die Arbeitswelt und das Konzept des Chemieparks.

Der Chemiepark Marl (ehemals Chemische Werke Hüls AG) ist einer der größten Industrieparks in Deutschland.

Er erstreckt sich über eine Fläche von 6,5 Quadratkilometern. Etwa 10 % der Fläche (0,6 km²) gelten als frei und stehen Investoren zur Verfügung. Die Anlagen der momentan dort tätigen 30 Unternehmen bieten etwa 14.000 Beschäftigten Arbeit. Sie stehen in einem engen stofflichen und energetischen Verbund und werden zum größten Teil rund um die Uhr betrieben.

Der Betreiber des Chemieparks ist seit 2015 die Evonik (Die Infracor GmbH ging zu diesem Zeitpunkt im Evonik Konzern auf). Zu den Dienstleistungen gehören Basisleistungen für den Standortbetrieb, Rohstoff- und Produktlogistik, Energien, Versorgung, Entsorgung, Anlagen- und Arbeitsplatzbetreuung. Neben etwa 900 Gebäuden stehen auf dem Gelände mehr als 100 Produktionsbetriebe, mehrheitlich der Chemieindustrie.

Die schachbrettartig angelegten Straßen sind 55 km lang. Die Rohstoffversorgung erfolgt mittels Pipelines (Ethylen, Propylen, C4-Kohlenwasserstoffe, Benzol, Methanol, Sole und Erdgas), Schiff, Eisenbahn und Lkw. Es stehen größere Lagerflächen, Hochregal- und Tanklager zur Verfügung.

Ein 1200 Kilometer langes, internes Rohrleitungsnetz ist auf Rohrbrücken von 30 Kilometern Länge verlegt. Neben Ausgangsstoffen, Zwischen- und Endprodukten der Chemieanlagen werden auch verschiedene Gase durch die Rohrleitungen verteilt: Stickstoff und Sauerstoff in mehreren Druckstufen, Ethylen, Erdgas und Wasserstoff.

Eine Luftzerlegungsanlage nach dem Linde-Verfahren stellt den Verbrauchern verflüssigtes Argon sowie über das interne Leitungsnetz gasförmigen Sauerstoff und Stickstoff sowie Kälte zur Verfügung.

Das elektrisch überwachte Schienensystem mit eigenem Frachtbahnhof und zwei Anschlüssen an das Netz der Deutschen Bahn ist 120 km lang und gehört damit zu den größten elektrisch überwachten Privatbahnhöfen Europas.

Das Kanalnetz ist 70 km lang und bereits seit der Entstehung des Chemieparks in Regen-/Kühl- und Abwasserkanäle getrennt. Die Abwässer werden in zwei Kläranlagen gereinigt, bevor sie in die Lippe gelangen. Im Norden des Geländes existiert eine Anlage zur Klärschlamm- und Abfallverbrennung.

Drei Kraftwerke liefern mittels Kraft-Wärme-Kopplung 300 MW elektrische Leistung in verschiedenen Spannungen (110 kV, 10 kV, 6 kV, 500 V und 400/230 V) und mehr als 1000 Tonnen Dampf pro Stunde (Druckstufen 4, 20, 70 und 120 bar). Außerdem existiert ein Verbund mit dem öffentlichen Stromnetz.

Dies alles wurde uns auch von einem stillgelegten Gebäude von einer Aussichtsetage gezeigt und erläutert.

Nach den vielfältigen Informationen und Eindrücken von den Produktionsanlagen und der aufwendigen Infrastruktur endete der Tag im Feierabendrestaurant des Chemieparks. Dort wurde ein Spargelessen in verschiedenen Variationen mit den passenden Getränken geboten.

Der Präsident bedankte sich für die gute Idee und die Organisation beim LF Peter Saringer. Es war ein sehr interessanter und beeindruckender Lionsabend.

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