[Radtour Nord2]
Der Allgemeine Bürgerschützenverein Holsterhausen-Dorf e. V. blickt auf eine über 250-jährige Geschichte zurück und ist bis heute ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Holsterhausen. Aus einer frühen Schutzgemeinschaft entstanden, steht der Verein heute vor allem für Tradition, Gemeinschaft und gelebtes Brauchtum.
Die folgenden Stationen geben einen Überblick über wichtige Ereignisse und zeigen, wie eng die Vereinsgeschichte mit der Entwicklung des Ortes verbunden ist.
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1609 |
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Um den Ablauf der Schützenfeste in der Herrlichkeit zu regeln, erlässt Matthias von Westerholt, Herr auf Lembeck, eine Schützenordnung. | |
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Die „Boston Tea Party“, ein Protest der britischen Kolonisten gegen die erhobene Teesteuer, ist der Auftakt der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.
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1773 |
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Männer aus dem Dorf Holsterhausen und dem Emmelkamp feiern das erste Schützenfest. |
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1861 |
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Die Schützenbruderschaft nennt sich nun Schützenkorps. | |
![]() Thron im Jahre 1907 |
1866 - 1871 |
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Wegen der Kriege Preußens gegen Österreich und Frankreich fallen die Schützenfeste aus. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 werden danach wieder Schützenfeste gefeiert. | |
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1918 |
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Heinrich Schäfer, der spätere Rektor der Antonius-Schule, gründet mit einigen Jugendlichen ein Trommlerkorps, aus dem später der Spielmannszug hervorgeht. | |
![]() 2. Kompanie Trommler 1921 |
1921 |
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Nach dem Schützenfest beschließt die Versammlung der Schützen den Namen „Allgemeiner Bürgerschützenverein Holsterhausen bei Dorsten an der Lippe“. | |
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1924 |
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Der Schützenverein feiert sein 150-jähriges Bestehen. Aufgrund eines Missverständnisses lässt die Gendarmerie am Krönungsabend das Zelt gewaltsam räumen. | |
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1933 |
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Auf Befehl der NS-Behörden muss sich das Trommlerkorps auflösen. Seine Instrumente werden konfisziert. | |
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Der Chemiker und spätere Nobelpreisträger Otto Hahn entdeckt die Kernspaltung.
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1938 |
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Nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit den NS-Behörden löst sich der Schützenverein auf und gründet eine Schießgruppe, die im folgenden Jahr das Schützenfest ausrichtet. |
![]() Armbrust-Schützen |
1948 |
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Holsterhausen feiert das erste Schützenfest nach dem Krieg. Auf Anordnung der britischen Militärregierung darf nur mit der Armbrust auf den Vogel geschossen werden. Das Tambourkorps, später Spielmannszug, und die Schießgruppe stellen sich neu auf und schließen sich dem Allgemeinen Bürgerschützenverein an. | |
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Am 17. Juni protestieren rund eine Million Menschen in Ost-Berlin und in der DDR weitgehend friedlich gegen die politischen und wirtschaft- lichen Verhältnisse im Land.
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1953 |
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In „Holsterhausen Ost“ gründet sich der Bürgerschützenverein Dorsten-Holsterhausen 1953 e. V. Im Wechsel feiern die Vereine alle zwei Jahre ein Schützenfest. |
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1988 |
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Die Schießgruppe feiert ihr 50-järiges Bestehen. | |
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2000 |
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Der Schützenverein beschließt in Rücksprache mit der Gemeinde St. Antonius dem Text der Tafel am Ehrenmal einen zeitgemäßen Sinn zu geben, das Umfeld neu zu gestalten und eine Stele aufzustellen. | |
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2018 |
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Der Spielmannszug feiert in einer groß angelegten Festwoche sein 100jähriges Bestehen. | |
![]() Thron 2024 |
2024 |
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Ein gewaltiger Festumzug krönt die 250-Jahrfeier des Allgemeinen Schützenvereins Holsterhausen-Dorf e.V. |
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Eröffnung - 14. Mai 2026
Adresse - An der Vogelstange
Geodaten - 51°40'50.3''N 6°56'16.5''E
Eröffnun g
Die 51. Dorstener Geschichtsstation erinnert in Holsterhausen-Dorf an die lange und traditionsreiche Geschichte des Schützenvereins Holsterhausen-Dorf sowie an die Bedeutung des Schützenwesens für das gesellschaftliche Leben in Dorsten.
Mit der neuen Geschichtsstation erhält der Schützenverein nun einen dauerhaften Erinnerungsort an seiner Festwiese. Die Tafel wurde am Donnerstag, 14. Mai, im Rahmen einer kleinen Feierstunde offiziell eingeweiht. Zahlreiche Gäste aus Vereinen, Politik und Bürgerschaft nahmen an der Veranstaltung teil.

Vorsitzender Matthias Vennemann begrüßte die Anwesenden herzlich und freute sich über das große Interesse an dem Projekt. Zu den Gästen gehörten unter anderem Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie Hans-Jochen Schräjahr vom Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten, der die Dorstener Geschichtsstationen seit vielen Jahren mit begleitet.
In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Tobias Stockhoff die besondere Bedeutung des Schützenwesens für die Stadt Dorsten. Mehr als 8000 Bürgerinnen und Bürger seien in den Schützenvereinen organisiert. Die Vereine seien nicht nur Träger von Traditionen, sondern auch wichtige Orte des gesellschaftlichen Miteinanders. „Sie stiften Gemeinschaft zwischen Menschen und schaffen Orte der Begegnung“, erklärte Stockhoff. Darüber hinaus übernähmen die Schützenvereine wichtige Aufgaben in der Erinnerungs- und Gedenkkultur, beispielsweise bei der Pflege von Ehrenmalen und historischen Traditionen.
Nach dem Grußwort des Bürgermeisters sprach anschließend Hans-Jochen Schräjahr vom Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten. Mit einem Schmunzeln stellte er fest, dass Bürgermeister Tobias Stockhoff bereits große Teile seiner vorbereiteten Ansprache vorweggenommen habe. Deshalb versprach er den Gästen kurzerhand nur noch eine „kleine Rede aus Sicht des Geschichtsspezialisten“ – und hielt sich auch daran.
In wenigen Worten ging Schräjahr auf die historische Bedeutung des Schützenwesens und die wichtige Aufgabe der Dorstener Geschichtsstationen ein, die Erinnerung an die lokale Geschichte lebendig zu halten. Zum Abschluss wünschte er allen Anwesenden mit einem Augenzwinkern, trotz des wechselhaften Wetters gesund zu bleiben, damit alle „fit für das kommende Schützenfest“ seien und sich niemand erkälte.
Die neue Geschichtsstation zeichnet die Entwicklung des Schützenvereins Holsterhausen-Dorf über mehrere Jahrhunderte hinweg nach. Thematisiert werden unter anderem die erste bekannte Schützenordnung unter Matthias von Westerholt, die schwierige Zeit der Auflösung während der NS-Zeit sowie der Wiederaufbau des Vereins nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch die große 250-Jahr-Feier im Jahr 2024 mit ihrem eindrucksvollen Festumzug findet auf der Tafel ihren Platz.
Besonders hervorgehoben wird auf der Geschichtsstation die enge Verbindung zwischen Tradition, Heimatpflege und gesellschaftlichem Engagement. Die Tafel soll künftig nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern auch Spaziergängern, Gästen und interessierten Bürgern einen Einblick in die Geschichte des Vereins und des Dorflebens geben.