Dorstener Geschichte - Station 15: Ruhrgas

In Dorsten entsteht im räumlichen Verbund mit den Schachtanlagen Fürst
Leopold und Baldur die erste Anlage, die unter hohem Druck aus Steinkohle
Gas erzeugt. Nach nur 1½-jähriger Bauzeit können die ersten Anlagen im
Sommer 1955 in Betrieb genommen werden.

Zur Erzeugung von Kokerei-Austauschgas werden bis 1966 insgesamt 4 Mio t
Rohkohle von der Schachtanlage Fürst Leopold-Baldur veredelt. Die im
Vergasungsprozess anfallende Asche (ca. 0,9 Mio t) ist ein gefragter Reststoff
zum Aufbau und zur Verfestigung von Dämmen. Zu den Kunden des Dorstener
Werkes gehören Abnehmer aus ganz Europa.



Kohlever­gasungs­anlage

1949

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Auf Initiative der Ruhrgas AG beginnen auf dem Gelände der Ruhrchemie in
Oberhausen-Holten erste Versuche zur Vergasung heimischer Steinkohle. Dabei
erzielt die in Dorsten geförderte Gasflammkohle die mit Abstand besten Werte.

Der Vorstand der Ruhrgas AG beschließt die Gründung der Steinkohlengas AG.

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1953

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In Dorsten entsteht im räumlichen Verbund mit der Schachtanlage Fürst
Leopold-Baldur das erste Werk, in dem unter hohem Druck aus Steinkohle
„Stadtgas” erzeugt wird. Nach nur 1 1/2 jähriger Bauzeit können die ersten
Anlagenteile in Betrieb genommen werden.
Zur Erzeugung des Gases werden bis 1966 insgesamt 4 Mio. t Rohkohle
verbraucht. Die im Vergasungsprozess anfallende Asche (ca. 0,9 Mio. t) ist ein
gefragtes Material für den Dammbau.
Zu den Kunden des Dorstener Werkes gehören Abnehmer aus ganz Europa.

Chemisches Labor in den 60er Jahren

1966

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Aus wirtschaftlichen Gründen - der Einstandspreis für Kohle hatte sich bis zu
diesem Zeitpunkt verfünffacht - wird die Kohledruck­vergasung in Dorsten
eingestellt. Die Auflösung der Steinkohlengas AG erfolgt 1967. In den nächsten
zwei Jahrzehnten erfolgt die Stadtgaserzeugung durch Umwandlung von Erdgas.

Die Bundes­republik bezieht Erdgas aus den Niederlanden.

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1968

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Um die technischen Voraussetzungen für die allgemeine Einführung von Erdgas
zu schaffen, errichtet Ruhrgas auf dem Gelände ein Forschungs- und
Entwicklungszentrum.

Das erste Erdgas aus der Sowjetunion gelangt in die Bundes­republik.

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1973

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Die hier entwickelte „Ruhrgas-Sommers-Methode”, die eine flexible Einstellung
der Brenner von Gaskesseln ermöglicht, gelangt in ganz Europa zur Anwendung.

Norwegen versorgt die Bundes­republik seit zwei Jahren mit Erdgas aus der Nordsee.

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1979

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Aufgrund der ersten Ölpreiskrise wird eine Versuchsanlage zur Kohle­hochdruck­
vergasung (bei 100 bar) in Betrieb genommen, mit der ein Erdgas-Austauschgas
erzeugt werden kann.

1990

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Das in Dorsten erarbeitete Verfahren zur genauen Berechnung von
Erdgasmengen setzt sich weltweit durch. Die ersten Brennwertkessel mit einem
besonders schadstoff­armen - am Standort Dorsten entwickelten Gasbrenner-
kommen auf den Markt.

200kW-Brennstoffzelle

1992

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Erstmalig in Deutschland wird eine 200kW-Brennstoff­zellenanlage zur effizienten
Erzeugung von Strom und Wärme in Betrieb genommen.

Hochdruck­prüfstand „pigsar”

1993

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Zur exakten Kalibrierung von Gaszählern steht der Hochdruck­prüfstand „pigsar”
zur Verfügung, der aufgrund seiner hohen Qualität ab 1999 „Nationales Normal
für Hochdruckerdgas" wird.

2001

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Ein neues Mess-System zur Ermittlung des Brennwertes von Erdgasen mit
Miniatursensoren wird vom „Fachverband Sensorik” mit einem Innovations-Preis
ausgezeichnet.

2003

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50 Jahre Ruhrgas in Dorsten.

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Daten und Fakten

Eröffnung - 27. Juni 2003

Adresse - Ruhrgas, Halterner Str.
(Wegen Änderung der Straßenführung wird ein neuer Standort gesucht.)

Geodaten - N051°40'18



Bilder

Die Ruhrgas-Anlage

Abendstimmung - Blick auf die Anlage

Bild aus den 60'ger Jahren