Dorstener Geschichte - Station 10: Schachtanlage Fürst Leopold

Die Kohle hat im 20. Jahrhundert das Gesicht der größer gewordenen ’kleinen Hansestadt an der Lippe’ geprägt. Interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger - viele aus den 1200 noch heute von der Kohle lebenden Dorstener Familien – freuen sich mit dem Bürgermeister über die neue Geschichtsstation vor dem Zechentor an der Halterner Straße, ein Gemeinschaftswerk zur Erinnerung an Arbeit und Leben der vielen Bergleute, die früher bis zu 4000 Belegschaftsmitglieder beschäftigte.

Zur Eröffnung der FilmSchauPlätze 2002 unter der Schirmherrschaft des nordrheinwestfälischen -Ministerpräsidenten wurde Kurzweil und Unterhaltung geboten. Gegen 22.30 Uhr erlebt Dorsten auf der Riesenleinwand seine erste Open-Air-Kino-Vorführung.



Der Chemiker Friedrich Bergius erhält ein Patent für die Verflüssigung von Kohle.

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1913

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Etwa zwei Jahre nach dem Beginn des Abteufens wird die erste Kohle gefördert.

Die anhaltende Welt­wirtschafts­krise führt im Ruhrgebiet zu einem deutlichen Anstieg der Arbeits­losigkeit.

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1930

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Nach Auflösung der Bergwerks­gesellschaft Trier m.b.H. erwirbt der Eigentümer Hoesch auch die Zeche Baldur in Holsterhausen.

Eine frühe Aufnahme

1931

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Am 16. Juni erfolgt der untertägige Verbund der Zechen in Hervest und Holsterhausen. Danach wird die Zeche Baldur stillgelegt und die gesamte Förderung auf Fürst Leopold zu Tage gebracht.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges sind in den Ruhrgebiets­städten ca. 96 % des Wohnraumes beschädigt oder zerstört

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1945

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Die Bombenangriffe der Alliierten richten große Schäden über Tage an. Nach dem Ausfall der Wasser­haltungs­pumpen droht die Überflutung des untertägigen Grubengebäudes.

Anfang der 50er Jahre

1970

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Die 1968 gegründete Ruhrkohle-AG übernimmt die Schachtanlage von der Hoesch-AG.

Fürst Leopold und Wulfen werden zur Bergwerks­direktion Fürst Leopold/Wulfen zusammengefasst.

Als letzte Kleinzeche im Revier wird die Zeche Egbert in Herbede stillgelegt.

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1976

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Die ARD zeigt den ersten „Tatort“-Krimi mit Kommissar Schimanski (Götz George).

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1981

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Nach dem Durchschlag einer etwa 9 km langen Strecke ist das Baufeld Wulfen mit Fürst Leopold verbunden.

Schicht­wechsel

1983

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Die Fertigstellung der Kohlenwasch- und Sortieranlage mit einem Fassungsvermögen von 30.000 t garantiert eine gute Mischung der Kohle aus den verschiedenen Flözen.

Kohlekompromiss: Die öffentlichen Hilfen sollen bis zum Jahre 2005 halbiert, die Zahl der Beschäftigten von 84.000 auf 36.000 verringert werden.

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1997

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Die Bergleute von Fürst Leopold demonstrieren über viele Wochen mit einer Mahnwache für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Kohleabbau mit moderner Technik

1998

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Durch die Zusammenlegung der Schachtanlagen Westerholt und Fürst
Leopold/Wulfen entsteht das Bergwerk Lippe.

2001

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Nach 88 Jahren wird die Förderung am Standort Fürst Leopold eingestellt.

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Daten und Fakten

Eröffnung - 07. Juli 2002

Adresse - Haupteingang, Halterner Str.

Geodaten - 51°40'15.54 6°59'01.33



Zwei Auszubildende der Schachtanlage Fürst Leopold sind bei der Enthüllung der Tafel (kleines Bild) behilflich

Tag der Offenen Tür - die Besucher werden über Tage durch die Schachtanlage geführt.

Werksorchester und Bergmannschor grüßen die zahlreichen Gäste mit einem fröhlichen …

Glück auf!

Die gewaltigen Kolben der Dampf­maschinen übertragen die Kraft auf das große Antriebsrad. Hierüber läuft das Drahtseil, an welchem der Förderkorb hoch vom Förderturm hängt.