Dorstener Geschichte - Station 11: Ev. Johanniskirche - Am Reformationstag ein Denkmal gesetzt.

Das Glockenläuten kündigte es an: Die Besucher des Gottesdienstes in der evangelischen Johanneskirche versammelten sich am Donnerstagabend vor einer gläsernen Tafel - und damit vor einer weiteren Dorstener Geschichtsstation.

Am 31. Oktober 1517 sorge Martin Luther durch die Veröffentlichung seiner 96 Thesen für die Entstehung der evangelischen Kirche. Doch nicht nur der Reformationstag lud am Donnerstag zum historischen Rückblick ein, sondern auch die Einweihung der neuen Geschichtsstation durch Bürgermeister Lambert Lütkenhorst: "Seit über 100 Jahren setzt diese Kirche hier ein Zeichen für das Gemeinwesen unserer Stadt." Deswegen sollte ihr an diesem geschichtsträchtigen Datum ein Denkmal gesetzt werden.

Die fast 150-jährige Historie der Johanneskirche wurde von den Schülern der Geschichts-AG am Gymnasium Petrinum zusammengestellt. In einer knappen Zusammenfassung sind die wichtigsten Daten referiert. Das erste zum Beispiel 1854, als eine Gasthof-Scheune für 200 Menschen zur Kirche wurde. Schon 1871 wurde die erste volle Pfarrstelle aus Münster bewilligt. Der erste Gottesdienst nach dem Krieg fand 1947 fand. Schwester Paula gestaltete 1978 anlässlich der Renovierung den Altar, die Kanzel und das Taufbecken.

"Wer die Gegenwart und die Zukunft gestalten möchte, muss um seine Geschichte wissen", fasste Pfarrer Henning Briesemeister (Presbyteriumsvorsitzender) den Sinn der Gedenktafel zusammen. Er bedauerte, die Sektflasche zur "Taufe" vergessen zu haben. Dazu Petrinum-Schulleiter Wolfgang Gorniak: "Bloß nicht, bloß nicht!" Also wurde im Gemeindehaus bei kleinen Snacks und Getränken dem Reformationstag und den engagierten Christen, die die Gründung der Johanneskirche initiierten, gedacht. (Dorstener Zeitung, 2.11.2002)



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Daten und Fakten

Eröffnung - 31. Oktober 2002

Adresse - Ev. Johanneskirche Südwall

Geodaten - N051°39'36" / E006°58'06"



Feierliche Übergabe am 31.10.2002


Pfarrer Lutterbeck und Pfarrer Briesemeister mit Bürgermeister Lambert Lütkenhorst bei der Einweihung am Reformationsfest 2002.



Kirche mit dem neuen Gemeindehaus