

Am Mittwoch dieser Woche (12.8.) erreichte das Projektteam eine Mail von Lions International - direkt aus den USA. Die vier Lions Clubs aus Dorsten, die mittlerweile einen eigenen Verein für die Planung und den Bau des inklusiven Spielplatzes am Ellerbruch gegründet haben („Zusammenspiel der Lions Clubs Dorsten e.V.“), hatten Anfang diesen Jahres einen entsprechenden Förderantrag zur Unterstützung des inklusiven Spielplatzes direkt bei der Lions Weltorganisation in den USA eingereicht. „Dieser mit viel Arbeit verbundene Antrag wurde jetzt bewilligt“, freut sich Projektleiter Bruno Kemper. „150.00 Dollar fließen direkt aus den USA nach Dorsten.“
Die Dorstener Lions konnten laut Kemper die Lions Weltorganisation überzeugen, dieses außergewöhnliche Projekt mit so einer gewaltigen Summe zu unterstützen. „Damit rückt das Millionenprojekt der vier Lions Clubs in greifbare Nähe.“
Ein Spiel-Ort ohne Barrieren
Der inklusive Spielplatz „Zusammenspiel im Ellerbruch“ unter der Schirmherrschaft von Tobias Stockhoff soll ein Ort werden, an dem „das Lachen der Kinder die einzige Sprache ist, die zählt“. Ein Ort, an dem ein Rollstuhl kein Hindernis, sondern der Startpunkt für ein gemeinsames Wettrennen sei. Wo ein Kind, das die Welt anders wahrnimmt, über Fühl-und Tasterlebnisse staunen könne, direkt neben einem Kind, dass auf einem Klettergerüst neuen Höhen erklimme.
Die Dorstener Lions schaffen nach eigenen Angaben im Ellerbruch einen Raum, „in dem Unterschiede verschwimmen und das Miteinander im Mittelpunkt steht“. Einen Ort, an dem jedes Kind das uneingeschränkte Recht habe, aktiv am Spiel teilzunehmen - unabhängig von seinen körperlichen oder geistigen Fähigkeiten, seiner Herkunft oder seinen Lebensumständen. Kemper: „Hier werden Barrieren nicht nur abgebaut, sie werden von vorherein erst gar nicht errichtet.“
Die Unterstützung der bisherigen Kooperationspartner wie die Stadt Dorsten, die Manuel Neuer Kids Foundation, die Kinderhilfe Mr. Trucker, die U+H-Stiftung sowie die Lebenshilfe ist dabei für die Lions enorm wichtig. „Darüber hinaus beteiligen sich zahlreiche Dorstener Firmen und Privatleute an diesem Leuchtturmprojekt“, so Kemper. Dieses „Leuchtturmprojekt nicht nur für Dorsten, sondern für die gesamte Region“ sei auch das ausschlagebene Argument für die internationale Unterstützung aus den USA.
Durch den Zuschuss rückt das Projekt in greifbarer Nähe. „Die Lions aus Dorsten werden jetzt alles daran setzen, das fehlende Geld, möglichst bis zum Jahresende, zusammenzubekommen“, so Eva Wemhof, die Vorsitzende des neuen Vereins „Zusammenspiel der Lions Clubs Dorsten“. Dann könnte der Baustart wahrscheinlich im Frühjahr 2027 erfolgen.
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