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42. Geschichtsstation eröffnet

Erich-Klausener-Realschüler gestalteten 42. historische Station / Thema: Lippetor (von DZ Michael Klein - 30.06.2016)

DORSTEN. Es war Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage. Es war in Kriegen hart umkämpfter Brückenkopf. Es war Standort des ehemaligen Hotels Goldener Anker, einer Persiluhr und eines NS-Denkmals für das paramilitärische Freikorps Lichtschlag. Und immer wieder war es Handelsplatz: Früher als Viehmarkt, heute als Einkaufszentrum.

Das Lippetor ist ein Ort, der Geschichte geschrieben hat – und diese Historie haben in freiwilliger Arbeit engagierte Dorstener Schüler mit ihrem damaligen Geschichtslehrer Rene Franken für die Öffentlichkeit aufgearbeitet. Knapp und komprimiert, mit Bildern und Zeitleiste – und in bekannt-bewährter Form einer Dorstener Geschichtsstation.

„Es ist die inzwischen 42. Ausgabe“, freute sich Dr. Josef Ulfkotte, Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde, der das Projekt 2001 mit Unterstützung des Lions-Clubs Dorsten-Hanse ins Leben gerufen hat. Er kündigte an, dass demnächst Geschichtsstationen zur Pfarrkirche Wulfen und zum Thema Städtepartnerschaften folgen sollen.

Die aktuellste Ausgabe „Lippetor“ steht am oberen Ende der Lippestraße, in Höhe des Eingangs zum Ex-Mensing-Herrenhaus. Und sie ist eine Premiere. Denn erstmalig übernahmen Schüler der Erich-Klausener-Realschule die Gestaltung einer solchen Info-Stele. Die Texte basieren auf einer Ausstellung zur ehemaligen Dorstener Stadtbefestigung, die die Geschichts-AG vor ein paar Monaten beim Tag der offenen Tür der Schule präsentiert hatte.

„Wir hatten so viele Informationen, wir hätten gefühlt 20 Geschichtstafeln hier hinstellen können“, erzählte Lars Erwig der mit seinen Zehntklässler-Kollegen Pascal Czlapa und Sebastian Beuth, am Dienstagabend bei der Einweihung der Infotafeln Einblicke in die Arbeitsweise der Geschichts-AG gab.

Pflaster zeigt Grundriss
Dabei wiesen die Schüler nicht nur darauf hin, dass bei den Bauarbeiten für das Mercaden-Einkaufszentrum im Erdreich alte Holzstützpfeiler gefunden wurden, die damals zur Befestigung der Stadtmauer verwendet wurden. Lars Erwig machte die Besucher auch auf die neue Bepflasterung vor der Geschichtstation aufmerksam: „Die zeigt nämlich den detailgetreuen Grundriss des damaligen mittelalterlichen Stadttores, das an genau dieser Stelle stand.“

Michael Klein - DZ

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