Dorstener Geschichte - Station: 40 Segelflugplatz

1912 war es, als bei einem Motorflugwettbewerb die Piloten in einer Dorstener Lippeschleife eine Zwischenlandung einlegen sollten. Doch das schlechte Wetter machte dies unmöglich. Erst sieben Jahre später konnten die Dorstener beim 1. Flugtag erstmals hautnah Männer in fliegenden Kisten bewundern.

Dieses sind die ältesten Daten, die sich auf der neuesten Geschichtsstation wiederfinden, wiederum vom Lions-Club Dorsten-Hanse, der Geschichts-AG des Gymnasium Petrinum und dem Verein für Orts- und Heimatkunde realisiert. Standort: natürlich am Segelflugplatz Im Ovelgünne, Heimstatt des Luftsportvereins Dorsten.



Nach dem Zweiten Weltkrieg dann in Maria Lindenhof die Fertigstellung eines Flugzeugs namens „Bettelstudent“. 1961 nahmen die Luftsportler den heutigen Segelflugplatz in Betrieb, damals von der Zeche angepachtet. Dort fanden später Flugtage statt, mit großem Erfolg. Auch der LSV Dorsten konnte sich eines immer größer werdenden Mitgliederzuwachses erfreuen, sodass der Verein vor 40 Jahren damit begann, das Areal attraktiver zu gestalten. Der Flugplatz wurde planiert, der Hangar erweitert. Zudem baute der Verein eine Freizeitanlage für die Familien der Flieger inklusive Fliegerklause, Schwimmbad, Spielplatz, Tennis- und Campingplatz. Eine Holz- und Metallwerkstatt für Flugzeugreparaturen kam hinzu.

Fakten und Zahlen, die auch auf der Geschichts-Tafel, der inzwischen 40. in Dorsten, verewigt sind.



(Bericht: Dorstener Zeitung von Michael Klein)


[zurück]


Daten und Fakten

Eröffnung - 20. Juni 2015

Adresse - Segelflugplatz vor der Luftaufsichtsbaracke

Geodaten -



Feierliche Übergabe am 20. Juni 2015

v.l.n.r. Heinz Kleine-Vossbeck, Franz-Josef Nelskamp, Tobias Stockhoff

Bei der Enthüllung der Info-Tafel am Sonntag herrschte zwar kein bestes Segelflugwetter, aber die Gäste wollten bei Snacks und Getränken, serviert vom benachbarten Airbase-Diner, sowieso am Boden bleiben. Mittendrin: das Ehepaar Gertrud und Albert Stewing sowie Vertreter der Familie Salamon. „Deren Unterstützung macht das Segelfliegen in Dorsten erst möglich“, betonte Bürgermeister Tobias Stockhoff.

LSV-Vorstandssprecher Heinz Kleine-Vossbeck, trotz seines hohen Alters immer noch regelmäßig in der Luft unterwegs, gab einen interessanten Abriss der 84-jährigen Historie des Luftsportvereins. Von den ersten Flugzeugbau-Aktivitäten Anfang der 1930er-Jahre über die Gründung einer Segelflieger-Ortsgruppe in Dorsten.