Dorstener Geschichte - Station 36: Kolpinghaus

Am Sonntag, den 4. Dezember 2011 wurde die 36. Dorstener Geschichtsstation "Kolpinghaus" eingeweiht. Vor der Übergabe fand ein Gottesdienst in St. Agatha statt. Die Übergabe eröffnete Pfarrer Franke mit dem Lied: O komm, o komm Emanuel. In seiner Rede ging Bürgermeister Lambert Lütkenhorst auf die Vergangenheit und die Chancen der Zukunft der Kolpingsfamilie ein. Danach sprach Reinhard Tümmers von der Kolpingsfamilie Dorsten-Zentral. Für die Gäste fand anschließenmd ein Empfang im Pfarrheim St. Agatha statt.
Erarbeitet wurden die Texte der Geschichtsstation im bewährten Zusammenspiel von Geschichts-AG des Petrinum, Lions-Club Dorsten-Hanse und Stadt, unterstützt von Volksbank und Kolpingsfamilie.



Im Jahr der Einweihung der Geschichtsstation blickt die erste in Dorsten gegründete Kolpingsfamilie auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Dieses Jubiläum wurde im Mai 2011 gefeiert. Heute heißt die 1861 von Kaplan Lackhove als "katholischer Gesellenverein" gegründete Vereinigung die "Kolpingsfamilie Dorsten-Zentral".
Es ist nichts mehr wie es damals war. Schon lange gehören Handwerker nicht mehr automatisch dieser Gruppierung an und heute müssen auch die Kolpingsfamilien ihren Platz neu definieren. Das in einer Zeit, in der sie mit vielen anderen Vereinen und vielen anderen Freizeitvergnügungen konkurriert. Vor allen Dingen fehlen oft die jungen Leute.
Bei der Kolpingsfamilie Dorsten-Zentral ist dies nicht grundlegend ein Problem. Rund 110 Mitglieder aller Altersgruppen machen mit und die Vorsitzende Maria Gertz und ihr Stellvertreter Reinhard Tümmers gestalten interessante Aktivitäten. Viele von ihnen gehören schon lange zur "Familie" und manche blieben auch nach Umzug in andere Gemeinden treu.
Jährliches Highlight für Groß und Klein sind die Familienwochenenden in verschiedenen Bildungsstätten wie zuletzt in der katholischen Heimvolkshochschule Rindern bei Kleve. Thema von Bildungsveranstaltungen in 2011 ist: "Auf den Spuren der Römer".
Rund acht gemeinsame Aktionen gibt es jedes Jahr, Dazu zählen auch der Maigang und der Emmausgang, Wanderungen sowie Betriebsbesichtigungen, Museumsbesuche oder das gemeinsame Kochen im Haus der Familie und die Schneefahrt im Winter.
"Unsere Angebote sind immer für die ganze Familie", berichten Maria Gertz und Reinhard Tümmers. Dabei wird darauf geachtet, dass alle Ausflüge möglichst preiswert sind, damit jede Familie sich das leisten kann: "Die kleinen Kinder fahren kostenlos mit, die Verpflegung wird mitgenommen."
Das 150-Jährige wurde am 18. und 19. Juni auf dem Kirchplatz von St. Agatha groß gefeiert. Open-Air-Fete mit der Party Band "Juke Box", Festhochamt in der Agatha-Kirche mit Bannerabordnungen und vielen Festreden. Mit dabei die Bläserklasse der Gesamtschule Wulfen, der Kolpingsverband Münster, der Vorsitzende des Kolpingwerkes und der Diözesanpräses. Auf dem Kirchplatz warteten anschließend ein Grill- und Getränkestand, Kuchenbüfett und viel Kinderspaß auf die Gäste.
An die Geschichte der ersten Dorstener Kolpingsfamilie erinnert nun die Geschichtsstation 36 am Wallgraben - etwa in der Höhe, wo früher das Kolpinghaus stand.

Lambert Lütkenhorst über Vergangenheit und Zukunft der Kolpingbewegung

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Daten und Fakten

Eröffnung - 4. Dezember 2011

Adresse - Wall- und Grabenanlage zwischen dem Südwall und dem Südgraben gegenüber dem Jüdischen Museum.

Geodaten - N051°39'34" / E006°58'01"



Pfarrer Franke mit dem Lied: O komm, o komm Emanuel


Reinhard Tümmers von der Kolpingsfamilie Dorsten-Zentral


feierliche Enthüllung