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Fotoausstellung im Alten Rathaus - vom 09. April 2013 - ca. 24. April 2013

So sehen wir die Stadt - Lieblingsplätze 2013 (von Dr. Josef Ulfkotte - DZ Katharina Bach - 08.04.2013)

Eine Schüler-Gruppe des Gymnasium Petrinum hat sich im Rahmen der letztjährigen Projektwoche einem interessanten Vorhaben gewidmet: Sie haben ihre Lieblingsplätze in Dorsten fotografiert bzw. sich an ihren Lieblingsplätzen fotografieren lassen. Die Ergebnisse dieser Schülerarbeit sind im Alten Rathaus ausgestellt. Die Dorstener Zeitung schrieb dazu anläßlich der Eröffnung:

Spiegel der Persönlichkeit

„Diese Fotos zeigen nicht einfach nur Orte, sondern spiegeln unsere Persönlichkeiten wider. Das sind unsere Lieblingsorte, an denen wir einfach wir selbst sein können und den Kopf frei von Matheformeln und grässlicher Grammatik haben“, beschreibt Isabel Ritlewski (15) die Bedeutung, die die Fotos für die Jugendlichen haben.

Seit November sind die Schüler neben den regelmäßigen Gruppentreffen auch in kleineren Grüppchen auf eigene Faust in allen Stadtteilen auf Fotopirsch gewesen, um sich selbst an den favorisierten Orten zu fotografieren. Dabei waren sie durch den langen Winter nicht nur der stetigen Kälte ausgesetzt, sondern standen gleichzeitig auch noch unter dem Druck trotz Frierens gut auszusehen.


„Die Jugendlichen haben wirklich hart gearbeitet und ich bin fasziniert von den Ergebnissen“, lobt Leuschner seine Gruppe. Begeistert zeigt sich auch Dr. Edelgard Moers, die 1. Vorsitzende des Heimatbundes der Herrlichkeit Lembeck und Stadt Dorsten: „Eine Auswahl der Fotos wird auf jeden Fall im Heimatkalender 2014 veröffentlicht, und wir hoffen auch für das kommende Jahr auf gute Zusammenarbeit mit den Jugendlichen!“ Die Fotos zeigen die 15- bis 16-Jährigen zum Beispiel am Kanal, im Skaterpark oder am Reitstall.

Christina Zander (15) sowie ihre Freundin Alina Doberschütz (15) waren drei komplette Tage mit dem Fahrrad und der Spiegelreflexkamera unterwegs und entschlossen sich letztendlich zu einem Bild am Kanal. „Das ist mein Lieblingsort, weil man da so schön picknicken kann und Ruhe hat. Besonders im Herbst mit den bunten Blättern herrschte dort auch eine tolle Atmosphäre für Fotos“, begründet Christina die Auswahl ihres Lieblingsortes. Bei der Ausstellungseröffnung am Dienstagabend waren alle Jugendlichen anwesend, um ihre Bilder vorzustellen und für Fragen der Besucher zur Verfügung zu stehen.

NRW-Förderprogramm

„Ich fotografiere sehr gern und deshalb hat mir die Arbeit in der Projektgruppe auch viel Spaß gemacht“, berichtet Malte van Haaren (15), dessen Lieblingsort der Hussel-Süßigkeitenladen ist. Sabine Podlaha vom Amt für Kultur und Weiterbildung hofft für die Zukunft auf die Unterstützung durch das NRW-Förderprogramm „Kulturrucksack“, das Projekte wie dieses gezielt ins Leben ruft und auch finanziell unterstützt. „Bei diesem Projekt „Mein Lieblingsort“ wird wieder einmal deutlich, dass die „heutige Jugend“ eigentlich hochmotiviert ist und nicht nur am ZOB rumhängt. Das muss gefördert werden“, fordert sie.

Dorstener Zeitung: Katharina Bach

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