Archiv - Aktivities des Lionsclubs Dorsten-Hanse

Begegnungen des Glücks - Lions halfen beim Nachbarschaftsfest

Flüchtlinge und Anwohner feiern gemeinsam an der Unterkunft „Haus Berken“ (von DZ - Johannes Mohren - 03.09.2015)

DORSTEN. Es wurde, wie es werden sollte. Bunt. Fröhlich. Ja, ein bisschen ausgelassen. Ein Fest der strahlenden Gesichter. Von Menschen, die in ihrem Leben beileibe nicht immer Grund hatten, zu strahlen. Und von Anwohnern, die vorbeikamen, um „die Neuen“ kennenzulernen, sich mit ihnen auszutauschen – und natürlich mitzufeiern.

Das Fest am „Haus Berken“, dem ehemaligen Hotel, das seit einigen Monaten als Unterkunft für Flüchtlinge dient, war eines der Begegnungen. Von Menschen, die jetzt Nachbarn sind – rund 40 Flüchtlingen aus aller Herren Ländern, die für kurze Zeit hier unterkommen, und vielen Dorstenern, die meist schon seit Jahren und Jahrzehnten in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen.

„Welche schönere Ausprägungen von Willkommenskultur könnte es geben“, betonte Lars Ehm. Und auch der Sozialdezernent strahlte. Weil das, was sich auf dem Hof hinter der Unterkunft abspielte, zeigte, dass Dorsten – trotz aller Herausforderungen, die es noch gibt und geben wird – auf einem guten Weg ist.

Vor allem dank des großen Engagements der Menschen. Das zeigte sich auch an diesem Festtag. Einen Scheck über 1000 Euro übergaben die Altendorfer Schützen für die Flüchtlingshilfe. „Das Mittun in allen Bereichen ist Wahnsinn“, sagte Ehm – und weiter: „Ein großer Vorteil ist auch, dass wir – als der Ansturm kam – auf bestehende Strukturen bauen konnten. Den Runden Tisch, den andere Städte erst mal in aller Eile einrichten mussten, brauchten wir hier nicht.“

Auch das Fest haben Ehrenamtler mit den Flüchtlingen organisiert. Allen voran das Dorstener Integrationsforum, das auch Sprach- und Spielkurse in der Unterkunft veranstaltet. „Die Vorbereitung hat sehr viel Spaß gemacht“, berichtete Margarethe Matschinsky: „Es war ein reges Treiben in der Küche und alle wollten den anderen beim Fest zeigen, was sie in ihrer Heimat essen.“

So wurde schnell auch der Grill zum Zentrum des Festes. Zum kulinarischen Schmelztiegel der Nationen. Die Kinder tobten derweil auf dem Hof. Unbeschwert. Morgens steht für viele von ihnen der „Ernst des Lebens“ an. Schule. Die zugewiesenen Flüchtlingskinder sind schulpflichtig und gehen in die Grundschulen der Stadt. Eine große Chance – und Herausforderung zugleich.

Bilder Haus Berken


Mitreißender Rhythmus


Sngkreis mit den Kindern


Wurfspiele


Tanzen